Editorial
Wie viele Daten darf der Staat zur Verbesserung der Lebensqualität sammeln?
Das „Observatoire digital de la mobilité“ soll Daten zum Verkehr aus allen möglichen Quellen zusammenführen Grafik: Mobilitätsministerium
Datenbasiertes Handeln sollte eigentlich die Basis jedes staatlichen Projektes und Gesetzestextes sein. Nur wenn man weiß, wen man wie mit welcher Maßnahme beeinflusst, kann man auch sichergehen, dass die getroffene Entscheidung die richtige ist. Oder wie Mobilitätsminister François Bausch („déi gréng“) gesagt hat: „Um zu wissen, was man machen will, benötigt man Daten.“ Das Zitat stammt aus einer Pressekonferenz zum neuem „Observatoire digital de la mobilité“ vom vergangenen Dienstag. Die Idee dieser Plattform: Alle Mobilitätsdaten sollen an einer Stelle gesammelt werden, um so bei der Entscheidungsfindung in Verkehrsfragen zu helfen. Dazu gehört auch die GSM-Ortung – was wiederum die Frage aufwirft: Wie viele Daten darf der Staat sammeln, um das Leben der Bürger zu verbessern?