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Weniger Materialismus, mehr Werte: Intergenerationelle Konflikte der Neuzeit
Jeder Mensch hat verschiedenste Vorstellungen vom Leben, sei es auf familiärer, sozialer oder Berufsebene. Oftmals sind es diese Vorstellungen, die einen das ganze Leben verfolgen: Eltern zu Beginn des Lebens, später Partner/-in, Kinder, Enkelkinder. Auf der anderen Seite bekommt jedes Kind klare Vorstellungen von Schule und Arbeit vermittelt. „Du MUSST hart arbeiten, um Geld zu verdienen“ ist einer dieser Sätze, die sich in die Lebensphilosophie eines jeden Einzelnen einprägen und für persönliche Ambitionen, aber auch für starken Gesellschaftsdruck und nicht zuletzt für starke innere Erwartungen an sich selbst sorgen.
Foto: Archivbild
Jeder Mensch besitzt genauso in sich eine DNA. Diese DNA wird ein Leben lang in Anspruch genommen, sie ändert sich jeden Tag, aufgrund neuer, sozialer Impulse, die wir aus unserem Umfeld subjektiv wahrnehmen. Positive und negative Einflüsse vermischen sich ständig, und so entsteht eine konfliktgeladene, verwirrte Gesellschaft, wie wir heute oftmals beobachten können. Können Erwartungen eines Einzelnen und von einem Einzelnen innerhalb einer Gruppe nicht erfüllt werden, entstehen Abneigung, Herabwürdigung und Hass, und zwar nicht nur untereinander, sondern auch in uns selbst, unserem Körper, unserem Wesen und die damit verbundene persönliche Entwertung, die jeden treffen kann, in jedem Alter und in jeder Lebensphase. Oftmals beginnt die Entwicklung eines Kindes mit positiven Erfahrungen, führt aber zunehmend, durch teils utopische gesellschaftliche Erwartungen, dazu, dass Menschen oft den „sicheren Weg“ gehen, aber die meisten es Zeit ihres Lebens nicht schaffen, aus diesem für sie „vorbestimmten“ Weg herauszutreten, um ihren eigenen Weg zu beschreiten.