Der Politflüsterer
Völlig losgelöst! – Astro-Frieden und Robo-Gloden
Eine ereignisreiche Woche geht zu Ende. Überregulierung, Freundschaft auf Spanisch, Allmachtsfantasien und sportliche Politiker sind die Themen in des Politflüsterers Bericht.
Fantasiewelten: Astro-Frieden und Robo-Gloden Foto: Editpress
Ground Control to Veggie-Burger: Alles in Ordnung!
Der Veggie-Burger hat auch den jüngsten Anfall von Überregulierung überstanden. Manche trauen dem Verbraucher offenbar nicht einmal zu, sein Mittagessen ohne amtliche Nachhilfe zu erkennen, und sehen ihn orientierungslos zwischen Salat und Boulette umherirren. Völlig losgelöst von der Realität wirkt sie halt manchmal, die Welt, wenn man sie etwas von außen betrachtet.
Nein, nein, hieß es aus protokollarisch berufener Richtung, das sei kein Staatsbesuch gewesen, bloß ein Freundschaftsbesuch. Wobei: Felipe schien diese feine luxemburgische Unterscheidung entweder nicht ganz verstanden zu haben oder großzügig zu ignorieren. Jedenfalls ließ er beim Besuch von Guillaume und Stéphanie alles auffahren, was geschniegelt, beritten oder sonstwie dekorativ wirkte. Freundschaft auf Spanisch eben.
Große Events wollen gut organisiert sein. So auch der Postlaf am Sonntag. Der Politflüsterer sucht Politflitzer. Viele fehlen auf der Liste. Bisher. Oder zumindest offiziell. Georges Mischo läuft mit, gemeldet unter „Ministère des Sports“. Na ja. Wahrscheinlich hat er sich noch vor Dezember 2025 angemeldet. Und Léon Gloden ist dabei. Wichtig. Wer wie er für Recht und Ordnung eintritt, muss trainieren, damit er unterwegs nicht außer Atem gerät.
Meanwhile am Sitz des CEO: Luc Frieden treibt es hinaus in die ungeahnten Weiten der Zukunftstechnologien. Attraktive Bedingungen seien nötig, sagt er in einem Werbespot zu Luxemburgs Partnerschaft mit Mistral AI.
Da steht der Premier dann als Halbgott in Weiß. Oder gleich als Astronaut. Der Weltraum. Unendliche Weiten, unendliche Möglichkeiten. Genau das Richtige für Astro-Frieden und Robo-Gloden. Warum also nicht das All erobern? Vielleicht nur, damit man künftig eine neue Adresse hat, wenn mal wieder jemand abgeschoben werden soll. Allmachtsfantasien älterer Männer.
Nun, bleiben wir lieber mit beiden Füßen auf der Erde. Mal sehen, wer aus der Politikerliga nun tatsächlich beim Zehn-Kilometer-Post-Lauf mitmacht. Und wie sie abschneiden. Die Menschen mögen Politiker mit Stärke und Durchhaltevermögen. Wer wählt schon gern eine lahme Ente?
Angeblich, so wird geflüstert, sind einige Politiker von „déi gréng“ kräftig am Trainieren. Wie einst François Bausch und Joschka Fischer. Soll es etwa mit leichterem Gepäck um den Bauch im Sauseschritt Richtung Wahlen gehen? Nun denn.
Warum der Politflüsterer nichts zum Iran-Krieg sagt? Ganz einfach: Ihm fehlen die Worte. (Marco Goetz)