Editorial
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Jedes Menschenleben ist genauso viel wert. Doch die Reaktionen auf unnatürliche Todesarten fallen in der Bevölkerung in der Regel sehr verschieden aus. Bei insgesamt 35 tödlich endenden Verkehrsunfällen mussten voriges Jahr 36 Menschen ihr Leben lassen. 267 Menschen wurden bei diversen Unfällen schwer verletzt. Dies geht aus den am Vortag des Nationalfeiertags von Mobilitätsminister François Bausch vorgestellten Verkehrsstatistiken des Jahres 2022 hervor. Im Vergleich zu Mordopfern und Drogentoten (2022 gab es neun Morde, 2020 sechs Drogentote) „genießen“ Verkehrsunfallopfer in der Regel weniger politische Aufmerksamkeit.