Standpunkt

Türkei: Warum Erdoğan gewinnt

Es fällt schwer, über das Ergebnis der ersten Runde der türkischen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 14. Mai nicht enttäuscht zu sein. In einem Wahlkampf, der von den Folgen des schweren Erdbebens im Februar, den zunehmenden wirtschaftlichen Problemen und der sich vertiefenden Korruption geprägt war, waren die Hoffnungen groß, dass die zunehmend autoritäre 20-jährige Herrschaft von Präsident Recep Tayyip Erdoğan ein Ende finden würde.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan (r.) traf jüngst den Drittplatzierten bei den Präsidentschaftswahlen, Sinan Ogan, einen nationalistischen Politiker, dessen Wahlempfehlung für die Stichwahl entscheidend sein könnte

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan (r.) traf jüngst den Drittplatzierten bei den Präsidentschaftswahlen, Sinan Ogan, einen nationalistischen Politiker, dessen Wahlempfehlung für die Stichwahl entscheidend sein könnte Foto: Handout/Press Office of the Presidency of Turkey/AFP

Einige Umfragen deuteten darauf hin, dass die Sechs-Parteien-Opposition unter Führung des Mitte-links-Politikers Kemal Kılıçdaroğlu von der Republikanischen Volkspartei (CHP) eine Mehrheit erreichen oder zumindest mit einem Vorsprung gegenüber Erdoğan in die Stichwahl gehen könnte.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Forum von Mehmed Kuč & Claude Haagen

Wenn Arbeit nicht vor Armut schützt: Working Poor in Luxemburg

Forum von Céline Zimmer

Mateneen. Fireneen.