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Souveräne Energie
Windenergieanlagen im Sonnenuntergang Foto: dpa/Patrick Pleul
Im Februar 2015 formulierte die Europäische Union eine neue Idee. Die „Europäische Energieunion“ sollte dazu führen, dass die EU bei Energiegewinnung und -konsum nicht nur nachhaltiger, sondern vor allem unabhängiger wird. Der Begriff der europäischen Souveränität wurde in das Konzept hineinfusioniert: Europa sollte energiepolitisch souverän werden. Sieben Jahre und diverse weitere Initiativen später – immerhin hat sich die aktuelle Europäische Kommission seit ihrem Amtsantritt im Herbst 2019 dem Europäischen Green Deal verschrieben, um die Wirtschaft mit massiven Investitionen in erneuerbare Energien zu entkarbonisieren – hängt Europa nach wie vor am Tropf Russlands und anderer „strategischer“ Energielieferanten. Strategisch ist in fast allen Fällen vor allem das finanzielle Interesse des Lieferanten, wie der Fall Russlands eindeutig belegt.