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Putins weltweite Ernährungskrise
Vor dem Hintergrund einer sich verschärfenden Klimakrise, der Covid-19-Pandemie und steigender Energiepreise war ein Krieg in Europa das Letzte, was dem fragilen globalen Ernährungssystem noch fehlte. Angesichts der bis zu 50 Millionen Menschen weltweit, die mittlerweile am Rande einer Hungerkatastrophe stehen, bezahlen nicht nur die Menschen in der Ukraine den Preis für die Invasion ihres Landes durch den russischen Präsidenten Wladimir Putin.
Foto: Ukrinform/dpa
Aufgrund der russischen Schwarzmeerblockade sitzen rund 20 Millionen Tonnen Getreide in ukrainischen Häfen fest – diese Menge entspricht dem Jahresverbrauch aller am wenigsten entwickelten Länder. Doch selbst bei Freigabe dieser Lieferungen würden sie nicht ausreichen, denn Putins Invasion ist nur der jüngste Schlag gegen ein globales Ernährungssystem, das bereits davor kaputt war. Die Welt muss sich jetzt auf eine Nahrungsmittelkrise vorbereiten, die nicht Monate, sondern Jahre dauern wird.