Forum von „déi jonk Lénk“

Nein zum Krieg im Iran, nein zur Heuchelei

Nein zum Krieg im Iran, nein zur Heuchelei

Foto: Uncredited/Mehr News Agency/AP/dpa

Die Regierungen der Vereinigten Staaten und Israels haben am 28. Februar in einem historisch erstmaligen Militärbündnis einen direkten Militärangriff auf den Iran verübt. Der Angriff gipfelte in der Ermordung des Obersten Führers Ayatollah Ali Chamenei und weiterer hochrangiger Vertreter. Dies war weder Diplomatie noch Selbstverteidigung: Es war ein kalkulierter Versuch, das iranische Regime zu entmachten und den Maschrek mit Gewalt nach seinen eigenen Ansprüchen geopolitisch neu zu ordnen.

Das Vorgehen ist jedoch bekannt; nach den bereits fünf US-Interventionen im Iran, besonders nach 1953 und 1984, wurden die Verstaatlichung der Ölindustrie (vergleiche Venezuela heute), das nukleare Waffenprogramm oder auch der Kampf gegen den „Terrorismus“ als legitimatorische Vorbehalte genommen, um Kontrolle über die Region zu erlangen. Diese militärischen Interventionen haben immer zu einer langjährigen Destabilisierung der Region und zum Durchsetzen imperialistischer petroindustrieller Kapitalinteressen geführt. Westliche Militäreinsätze haben noch nie zu mehr „Befreiung“ oder „Demokratie“ geführt. Irak und Afghanistan sind Monumente der Zerstörung, der Vertreibung und des Profits für Unternehmen. Krieg ist kein tragischer politischer Fehler, sondern der Auswuchs konventioneller Politik: ein Mittel zur geopolitischen Dominanz und zur Kreation eines optimalen globalen Milieus zur Kapitalakkumulation, getarnt als „Sicherheit“.

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