Editorial
Mit Secondhand gegen Billig-Mode angehen
Die Etiketten geben Aufschluss darüber, wo ein Kleidungsstück hergestellt wurde, aber nicht, unter welchen Bedingungen Foto: Editpress/Anne Ludwig
Die Bilder vom Einsturz des Firmenkomplexes Rana Plaza in Bangladesch gingen im Jahr 2013 um die Welt. Bei dem Unglück starben über 1.100 Menschen und über 2.500 weitere Personen wurden verletzt. Mehr als 30 Unternehmen ließen dort Kleidung und Textilien produzieren. Die katastrophalen Arbeitsbedingungen und Menschenrechtsverletzungen in der Textilindustrie erreichten uns auf unseren Fernseh- und Handybildschirmen direkt in unseren Wohnzimmern. Auch erinnerte die Katastrophe die westliche Gesellschaft daran, unter welchen Umständen die Kleidung produziert wird, die wir täglich tragen und als Ausdruck unserer eigenen Persönlichkeit betrachten.