Kopf des Tages
Militärisch, herzhaft und sympathisch
General Alain Duschène tritt in den Ruhestand
Stets pflichtbewusst: General Alain Duschène Foto: Editpress/Isabella Finzi
Nein, Freunde werden sie nicht mehr, die Vertreter des „Syndicat professionnel de l’Armée luxembourgeoise“ (SPAL) und der scheidende Generalstabschef Alain Duschène. Die Vorstandsmitglieder der Armeegewerkschaft sind auf jeden Fall nicht dabei, wenn Letzterer heute in Diekirch nach 42 Jahren im Dienst in den Ruhestand verabschiedet wird. Zu sehr scheint die „Causa Schleck“ das Verhältnis zwischen dem General und den SPAL-Vertretern belastet zu haben. Offiziell wird die Covid-Krise als Hauptgrund für die Abwesenheit angeführt: Eine einfache Amtsübergabe bedürfe in Pandemie-Zeiten keiner Feierlichkeiten. Allerdings sei der Vorstand auch zum Schluss gelangt, dass sich der General in der Causa „wenig ehrenhaft“ benommen habe. Deshalb wollten die restlichen Vorstandsmitglieder der Feier aus Solidarität fernbleiben.