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Frieden schaffen ohne Waffen
„Frieden schaffen ohne Waffen“: Dies war einmal der Slogan der Friedensbewegung und von Politikern, die zwischenzeitlich zu Minister- bzw. Abgeordnetenehren aufgestiegen sind. Aufgrund des brutalen Angriffskrieges von Russland auf die Ukraine scheint dieser Slogan nicht mehr hoffähig zu sein. Trotz der weltweiten Zunahme von Armut, Hunger und Unterernährung wird immer mehr in militärische Aufrüstung investiert. Wenn nur ein Teil der enormen Summen, die in Rüstung investiert werden, verwendet würden, um Hunger und Elend zu beseitigen, würde der Frieden nicht gefährdet, sondern Kriege verhindert.
Foto: AFP
Unseren Politikern fehlt es nicht an Argumenten, um auch bei uns die emporschnellenden Rüstungsausgaben zu rechtfertigen. In einem Interview im Tageblatt verteidigte Außenminister Jean Asselborn die Erhöhung der Rüstungsausgaben bis zu einer Milliarde Euro mit dem Argument, dass die Menschen Angst haben und sehen, dass die NATO das einzige Mittel gegen die Angst ist. Und wenn die Europäer mehr Gewicht innerhalb der NATO wollen, müssen sie mehr investieren. Ohne etwas zu bezahlen, können wir nicht mitentscheiden. Nicht vorbereitet sein, wenn militärisch etwas geschieht, ist keine Option.