Standpunkt

Die Sicht aus Kiew

Aus Sicht internationaler Beobachter wird der russische Präsident Wladimir Putin entweder einen neuen Krieg in der Ukraine beginnen oder eben nicht. Doch für die Ukrainer begann der Krieg mit Putins Annexion der Krim 2014 und hat seitdem nicht aufgehört. Tausende Ukrainer haben bereits einen bewaffneten Kampf gegen russische Streitkräfte erlebt. Daher ergehen sich die Politiker in Kiew nicht in Rätselraten darüber, was Putin als Nächstes tun wird; sie konzentrieren sich darauf, was sie heute tun müssen.

Die Sicht aus Kiew

Foto: AFP/Sergei Supinsky

Das ukrainische Denken spiegelt eine nüchterne Betrachtung der Fähigkeiten, Ressourcen und des Einflusses des Landes wider. Der ukrainischen Führung ist bewusst, dass sie ihre Armee vorbereiten, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise mindern und möglichst viele Verbündete finden muss. Sie ist, was Unterstützung aus dem Westen angeht, nicht wählerisch. Sie wird jede Hilfe dankbar annehmen, denn sie weiß, dass selbst kleine Beiträge sich als entscheidend erweisen könnten.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

;