Nachruf

Der bleibende Schatten eines bedeutenden Kutschers: Ein sehr persönlicher Abschied von Jacques F. Poos

In seiner Samstag-Ausgabe erinnerte das Tageblatt an die Abwertung des belgisch-luxemburgischen Franken vor genau 40 Jahren. Christian Muller schilderte die Bestürzung der damaligen Regierung unter Premier Pierre Werner, die angeblich vom einsamen Beschluss der belgischen Regierungsspitze nichts ahnte.

Robert Goebbels (l.) mit seinem Freund, Chef, Förderer und Vertrauten Jacques F. Poos (2.v.l.). Ebenfalls auf dem Bild: Benny Berg (3.v.l.), Lydie Schmit und Fernand Weides

Robert Goebbels (l.) mit seinem Freund, Chef, Förderer und Vertrauten Jacques F. Poos (2.v.l.). Ebenfalls auf dem Bild: Benny Berg (3.v.l.), Lydie Schmit und Fernand Weides Foto: Editpress-Archiv

Am gleichen Samstag verstarb mit Jacques Poos jemand, der die Regierung Werner – vergeblich – vorgewarnt hatte. Jacques F. Poos, Finanzminister der Regierung Thorn und als Fraktionsvorsitzender der LSAP Oppositionsführer, hatte Wochen vor der belgischen Nacht-und-Nebel-Aktion einen Brief an Werner gerichtet, in dem er vor einer immer wahrscheinlicher werdenden Abwertung der gemeinsamen Währung warnte. Poos, der seinen Brief nicht veröffentlichte, bot Premier Werner die Mitarbeit der Sozialisten an, um einer Abwertung vorzubeugen und gemeinsam nach Mitteln und Wegen zu suchen, die drohende Verarmung aller Luxemburger abzuwenden.

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