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Der Euro bleibt ohne Alternative
Nach dem Zusammenbruch des Karolinger-Reiches im 9. Jahrhundert gab es im damaligen Europa keine allgemein akzeptierten Zahlungsmittel mehr. Einige Städte, etwa Genua und Florenz, prägten Münzen, um den Austausch von Waren zu erleichtern. Besonders die Münzen aus Florenz wurden zu einem begehrten Zahlungsmittel.
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Die erste wirklich internationale Währung wurde von der Republik Venedig geschaffen. Im Jahre 1492 ließ der Chef des Stadttresors Goldmünzen prägen, die auf der Vorderseite den Löwen von Sankt Markus zeigten, den Schutzpatron der Lagunen-Stadt. Die Rückseite zierten die jeweiligen Schutzpatrone der von Venedig beherrschten Städte und Provinzen. Die Münzen mit den doppelten Symbolen hatten auf den heutigen Territorien von Serbien, Kroatien, Zypern, Rhodos und in Städten wie Ephesus oder Korinth einen legalen Status. Ihren Wert garantierte das mächtige Venedig. Der Bezug auf den jeweiligen Schutzheiligen sicherte die lokale Akzeptanz. Somit wurden die venezianischen Florins ein Vorläufer der heutigen Euro-Münzen.