Luxemburger Coming-of-Age-Film "Äppel a Bieren"
Zwischen Aufbruch und Abschied – Lukas Grevis’ Coming-of-Age-Film „Äppel a Bieren“ erzählt von Trauer und Selbstfindung
Mit „Äppel a Bieren“ bringt Regisseur Lukas Grevis einen persönlichen Coming-of-Age-Roadmovie ins Kino. Mit minimalem Budget und einem internationalen Netzwerk gedreht, wurde die Reise durch Europa auch für das junge Team zur Belastungsprobe.
Nach dem Tod ihrer Schwester Joan begibt sich Sofia (l.) auf jene Europareise, die Joan geplant hatte, aber nicht mehr antreten konnte Screenshot: Lukas Grevis
„Äppel a Bieren“ (Apples & Pears) beginnt dort, wo Regisseur Lukas Grevis’ eigene Geschichte ihren Anfang nahm: in seinem Elternhaus in Esch. Im Film wird es zum Zuhause der Schwestern Sofia und Joan, deren Leben plötzlich auseinanderbricht. Von hier aus führt der Film durch sieben Länder bis nach Griechenland. Für den Regisseur ist das Escher Elternhaus nicht einfach eine Kulisse. Es ist der Ausgangspunkt einer Geschichte, die zwar nicht autobiografisch ist, aber Spuren seines eigenen Lebens trägt.
Auch die Apfel- und Birnbäume, die dem Film seinen Titel geben, haben einen realen Ursprung. „Als ich zur Welt kam, pflanzte meine Familie einen Apfelbaum für mich in unserem Garten; meine Schwester bekam einen Birnbaum. Dort hört die Realität des Films aber auch schon auf“, sagt Grevis. Die Handlung sei Fantasie, brauche aber eine persönliche Wahrheit. „Gerade ein Drama braucht diese Wahrheit, damit man spürt, dass etwas dahinterliegt.“