Nach mutmaßlichem Übergriff
Zehn Fälle von sexueller Belästigung seit 2021 beim CGDIS intern gemeldet
Nachdem die Feuerwehr am Mittwoch einen mutmaßlichen Fall von Belästigung innerhalb der eigenen Reihen öffentlich gemacht hat, geht nun aus einer parlamentarischen Antwort von Innenminister Léon Gloden hervor, dass es seit 2021 weitere Fälle dieser und anderer Art gab.
Innerhalb des „Corps grand-ducal d‘incendie et de secours“ (CGDIS) gibt es offenbar Probleme Foto: Editpress/Julien Garroy
Am 16. Oktober gab es beim „Corps grand-ducal d’incendie et de secours“ einen Fall von Belästigung. Drei Tage später wurde dies Generaldirektor Paul Schroeder mitgeteilt. Das geht aus einer Antwort des Innenministers für innere Angelegenheiten, Léon Gloden (CSV), auf eine parlamentarische Anfrage von Josée Lorsché („déi gréng“) hervor. Am Mittwoch – einen Tag nach der Anfrage der Abgeordneten – hatte die Feuerwehr in einer Mitteilung über einen internen Fall von Belästigung informiert.
Während in dieser Pressemitteilung von „Mobbing“ die Rede war, sprach Generaldirektor Paul Schroeder noch am gleichen Tag in einem Interview bei „RTL Lëtzebuerg“ von sexueller Belästigung und Drohungen – dies im Rahmen der Ausbildung der angehenden Berufsfeuerwehrleute. Die „Stagiaires“, die gemeinsam ihre Ausbildung absolvieren, wurden laut Paul Schroeder angehört, um den genauen Hergang zu klären und die notwendigen Schlussfolgerungen daraus zu ziehen.