Betrugsfall Differdingen
Wieso eine Anwältin die Chance auf Schadenersatz als gering einschätzt
Differdingen wurde Opfer eines Betrugs. Die Stadt hält sich zivilrechtliche Schritte vor. Eine Anwältin erklärt, warum die Aussichten auf Erfolg gering sind. Und weshalb die Masche wie ein Geschäft ist.
Genau wie das alte Rathaus dürften auch die mehr als 400.000 Euro Schaden verschwunden bleiben Foto: Editpress/Alain Rischard
Differdingen wurde im Mai Opfer eines Betrugs. Die Täter hatten sich Zugang zum E-Mail-Account eines Architektenbüros verschafft und dadurch erreicht, dass eine reelle Rechnung auf ein falsches Konto überwiesen wurde – insgesamt 407.755,74 Euro. Die Gemeinde überlegt, zivilrechtliche Schritte gegen die Firma einzuleiten. Das Tageblatt hat mit der Anwältin Elisabeth Guissart von der Kanzlei /c law, die sich auf IT, neue Technologien und Datenschutz spezialisiert, über den Fall gesprochen.
Tageblatt: Durch den Betrug hat die Stadt Differdingen mehr als 400.000 Euro verloren. Wer haftet für diesen Schaden?