Domaine Tageblatt
Wie sich Trumps 200-Prozent-Zoll auf Luxemburgs Weinexport auswirken würde
Trump hat vor einem Monat mit Strafzöllen auf den Wein aus der EU gedroht. Doch was würde das für die Luxemburger Winzer bedeuten? Paul Thill vom Weininstitut IVV erklärt uns, welche Rolle der Weinexport für das Großherzogtum spielt.
Verschiedene Luxemburger Winzer exportieren ihren Wein auch in die USA Foto: Editpress/Julien Garroy
200 Prozent – so hoch sollten die Zölle auf Wein, Champagner und andere alkoholische Getränke sein, mit denen US-Präsident Donald Trump vor einem Monat den EU-Staaten gedroht hat. Auch wenn Trump diese Maßnahme bisher nicht eingeführt hat, fragen wir uns als Wochenend-Winzer natürlich, wie diese Strafzölle die Luxemburger Weinproduzenten beeinflussen würden. „Dann wäre der Export in die USA vorbei – der Kunde wäre nicht bereit, diesen Preis zu bezahlen“, sagt Paul Thill im Gespräch mit dem Tageblatt. Er ist „Chef de service“ beim luxemburgischen Weininstitut „Institut Viti-Vinicole“ (IVV), kennt sich mit dem Verkauf von Weinprodukten ins Ausland aus und weiß: Der Preis spielt eine wichtige Rolle. „Wir haben nicht den Namen in den USA, wie zum Beispiel der französische Champagner.“