Esch

„Wie in eine andere Zeit versetzt“ – Mit der Miniatureisenbahn durch den Wald von Lankelz

In Esch-Lankelz betreibt ein kleiner Verein eine Eisenbahn zum Mitfahren. Lokomotiven, Waggons und Schienennetz sind selbstgebaut – und technisch weit mehr als Spielzeug.

Die „große Schleife“ der Miniatureisenbahn führt auf rund einem Kilometer durch einen Tunnel und über mehrere Brücken

Die „große Schleife“ der Miniatureisenbahn führt auf rund einem Kilometer durch einen Tunnel und über mehrere Brücken Foto: Carole Theisen

Der Schaffner kontrolliert die Fahrkarten, knipst sie mit einer Zange und gibt das Signal. Er pfeift, die Lok antwortet. Wie früher. Dann setzt sich der Zug in Bewegung, hinein in den Wald von Esch-Lankelz. Dampf zieht zwischen den Bäumen hindurch. Rund zehn Minuten dauert die Fahrt. Das Tempo: fünf Kilometer pro Stunde.

Was nach Miniatur aussieht, funktioniert im Wesentlichen wie eine große Eisenbahn. Lokomotiven, Waggons, Luftbremsen, Weichen und Gleise wurden von den Mitgliedern des Vereins „Chemins de Fer Lankelz“ selbst gebaut. „Wir wollten keine beliebige Fantasiebahn“, sagt Jean-Paul Gemmer. Der 69-jährige Sekretär und Mitbegründer erklärt: „Wir haben versucht, etwas zu erhalten und den Menschen zu zeigen, wie die Eisenbahn früher aussah.“

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