Der Letzte der „Spanienkämpfer“
Wie ein junger Escher nach Spanien in den Bürgerkrieg zog
Am 12. Februar 2021 entschied die luxemburgische Regierung, die „Spanienkämpfer“ (lux. Spueniekämpfer) und deren Kampf gegen den Faschismus am Denkmal Gëlle Fra zu ehren. Diesem symbolischen Akt ging ein langer Kampf voraus, wie am Lebensweg des Letzten der „Spueniekämpfer“, Albert Santer, zu erkennen ist.
Albert Santer, Datum unbekannt Foto: Fédération des Enrôlés de Forces, Ons Jongen a Meedercher
Albert Santer wurde am 8. Mai 1917 in eine sozialistische Arbeiterfamilie hineingeboren. In Paris und Brüssel machte er eine Ausbildung zum Bäckergesellen. Dabei kam er in Kontakt mit geflohenen deutschen Emigranten. In Luxemburg versuchte er vergeblich, sich innerhalb der sozialistischen Arbeiterjugend gegen den Faschismus einzusetzen. Daraufhin entschied er, sich aktiv im spanischen Bürgerkrieg gegen die Truppen von General Francisco Franco zu engagieren. Im November 1936 erreichte er, mithilfe der belgischen Union socialiste anti-fasciste, die spanische Stadt Barcelona.