Verkauf von Warner Bros.
Wie ein Hollywood-Studio zum Schlachtfeld im Kampf um politische und kulturelle Vorherrschaft wurde
Netflix will Warner Bros. kaufen, Paramount macht ein feindliches Gegenangebot – und Trump mischt sich ein. Egal wie dieser Deal ausgeht, er wird die Medien- und Kulturindustrie für immer verändern.
Eine Ikone Hollywoods: der berühmte Wasserturm der Warner Bros. Studios in Burbank Foto: Jae C. Hong/AP/dpa
Zunächst einmal die harten Fakten: In den USA läuft derzeit ein Bieterstreit um den Film- und Medienkonzern Warner Bros. Discovery (WBD), zu dem neben dem berühmten Hollywood-Studio Warner Bros. auch der weltweit operierende Streaming-Anbieter HBO Max (ab Januar auch in Luxemburg) und der US-Fernsehsender CNN gehören. Netflix, selbst Streaming-Anbieter sowie Film- und Serien-Produzent, hatte vorvergangene Woche die geplante Übernahme von Warner für beinahe 83 Milliarden US-Dollar (71 Milliarden Euro) bekannt gegeben. Wenige Tage später machte Paramount Skydance ein feindliches Gegenangebot über 108 Milliarden US-Dollar. Zum Medienkonzern Paramount gehört ebenfalls ein traditionsreiches Hollywood-Studio desselben Namens sowie das Sendernetzwerk CBS.