Fast vergessene Konzertsängerin

Wie die Luxemburgerin Marie-Anne Delacre-Weber mit ihrem Gesang das Publikum eroberte

Das Tageblatt und die Plattform „Musik an Gender Lëtzebuerg“ (MuGi.lu) präsentieren die Reihe „Atelier MuGi.lu“: Sie gibt einmal im Monat Einblick in die Forschungen verschiedener Wissenschaftlerinnen zum Thema Gender und Musikleben in Luxemburg. Heute schreibt Kenza Kiwy über eine fast vergessene Musikerin: Marie-Anne Delacre-Weber.

„Marie-Anne Weber au violon“ oder „Violoniste“ von Théo van Rysselberghe, 1903, Öl auf Leinwand

„Marie-Anne Weber au violon“ oder „Violoniste“ von Théo van Rysselberghe, 1903, Öl auf Leinwand Bild: Privatsammlung

„Frau Marianne Delacre-Weber hat einen Namen, dessen Klang in unserer Erinnerung den süßesten Widerhall weckt. Ihre Stimme ist von einzigartiger Fülle und Weichheit, ihr Vortrag von einem so geläuterten Geschmack, daß er in dieser Richtung schwer zu überbieten ist. Ihre Kunst ist in einem Milieu gewachsen, in dem nur für das Erlesenste Platz war.“ So stellte der luxemburgische Autor Batty Weber die heute nahezu vergessene Musikerin Marie-Anne Delacre-Weber (1884-1953), die zu Lebzeiten als eine der herausragendsten luxemburgischen Konzertsängerinnen ihrer Zeit galt, am 9. April 1922 in seiner in der Luxemburger Zeitung erschienenen Feuilletonserie „Abreißkalender“ vor.

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