Dritte Herde im Land
Wie Wasserbüffel in Schifflingen wichtige Lebensräume erhalten
Seit 2021 sind Wasserbüffel in mehreren Feuchtgebieten des Landes im Einsatz. Auch Schifflingen hat seit kurzem eine Herde, die sich darum kümmert, wichtige Lebensräume für einheimische Vogel- und Amphibienarten zu erhalten. Philip Birget von der Naturverwaltung erklärt, wie das Biodiversitätsprogramm funktioniert.
Anders als herkömmliche Milch- und Fleischrinder lieben die Karpatenbüffel feuchte Gebiete mit vielen Wasserflächen Foto: Editpress/Alain Rischard
Fährt man von Schifflingen in Richtung Foetz vorbei am Gewerbegebiet „Op Herbett“, sind sie kaum zu übersehen: Wasserbüffel, mit ihrem dunklen Fell und den nach oben geschwungenen Hörnern, wie sie seit einigen Monaten auf der Weide hinter dem „Pizza Hut“ grasen. Dort, wo bei jedem Regen genug Wasser steht, dass man mit dem Boot über die Wiese paddeln könnte, fühlen sich die Karpatenbüffel wohl. Es ist die dritte Herde im Land, die offiziell zu einem Naturschutzprogramm gehört, das von der Naturverwaltung (ANF) zusammen mit anderen Partnern verwaltet wird, und die durch ihr Fressverhalten zur korrekten Beweidung feuchter Gebiete beiträgt. Ihr Job: dichte Vegetation zurückdrängen, Wasserlöcher „buddeln“ und so wichtige Lebensräume für Flora und Fauna erhalten.