E Bléck duerch d’Lëns

Widerstand gegen das NS-Regime – Wie versteckt man einen Deserteur?

Am 24. Juni 1968 wurde die „Médaille de la Reconnaissance nationale“ eingeführt. Die Auszeichnung wurde jenen überreicht, die während der deutschen Besatzungszeit, unter hohen Risiken, politisch oder militärisch verfolgte Luxemburger*innen vor den Nationalsozialisten versteckten und versorgten. Ca. 4.800 Medaillen wurden verteilt, darunter auch an die Witwe Joséphine Monnertz-Daufeld aus Greiweldingen.

Victor Monnertz (l.), 1947, Syndicat d’initiative Steinfort; Gruppenfoto der Familie Monnertz-Daufeld (Joséphine, Marcel und Großvater Jacques) mit Adrien Oswald, Steinfort 1944

Victor Monnertz (l.), 1947, Syndicat d’initiative Steinfort; Gruppenfoto der Familie Monnertz-Daufeld (Joséphine, Marcel und Großvater Jacques) mit Adrien Oswald, Steinfort 1944 xxx

Joséphine Daufeld wurde am 21. Januar 1907, als Tochter der Eheleute Jacques und Catherine Daufeld-Kongs, in Greiweldingen geboren. 19 Jahre später, am 27. April 1926, heiratete sie den 23-jährigen Lastkraftwagenfahrer Edouard Monnertz aus Steinfort. Das Ehepaar ließ sich in Steinfort nieder und bekam drei Kinder: Victor (*1927), Jeanny und Marcel (1933-2019). Ende November 1930 starb ihre Tochter Jeanny, einige Monate nach ihrer Geburt. Drei Jahre später starb auch Edouard Monnertz am 20. Oktober 1933. Nach dem Tod ihres Ehemannes entschloss sich die 26-jährige Joséphine, zusammen mit ihren Söhnen zurück zu ihren Eltern nach Greiweldingen zu ziehen. Dort erlebte die alleinerziehende Mutter am 10. Mai 1940 die Besetzung des Landes durch NS-Deutschland.

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