Im Kino
Warum „F1“ mit Brad Pitt als alternder Rennfahrer aus der Zeit gefallen scheint
Seit Mittwoch neu in Luxemburgs Sälen: Mit „F1“ besingt das Kino einmal mehr den Mythos des heroischen Sportlers – diesmal in der Welt des Rennsports. Brad Pitt gibt den alternden Helden, der noch ein letztes Mal ins Cockpit steigt. Ein durchinszeniertes, emotional aufgeladenes Spektakel, das mit nostalgischem Pathos das Publikum packt.
Damson Idris (l.) als Joshua Pearce und Brad Pitt (r.) als Sonny Hayes in einer Szene des Films „F1“, Rating: 3,5/5 Foto: Warner Bros. Picture/Apple Original Films/dpa
Unter der Regie von Joseph Kosinski und produziert von Jerry Bruckheimer, atmet „F1“ der Geist des Actionkinos der 80er und 90er Jahre als eine Hommage an eine bestimmte Art von Kino, die heute nur noch selten gemacht wird: körperbetont, emotional, laut, schnell. Ein Kino, das an das Gute im Helden glaubt, an den Wert von Loyalität – und an die kathartische Kraft des letzten Rennens. Bruckheimer fungiert hier einmal mehr als „Produzenten-Autor“ – ein Begriff, der selten Verwendung findet, aber in seinem Fall treffend ist. Seine Handschrift ist unverkennbar: das dichte dramaturgische Gerüst, das sich um eine klassische Heldenreise spannt. Es ist – wie „Top Gun: Maverick“ – ein nostalgisches, aber ernst gemeintes Wiederanknüpfen an ein Kino der klaren Emotionen.