Meilenstein für das Großherzogtum
Von der Design City bis nach Wien: Luxemburg ist Ehrengast der 20. Vienna Design Week
Mit der Ausstellung „Two-O-Eight: Designing Voices“ präsentiert sich Luxemburg erstmals als Ehrengast der Vienna Design Week. Das Ausstellungsteam, bestehend aus Anna Loporcaro, Nadine Clemens und Eléonore Mialonier, spricht über den Weg nach Wien und die Zukunft der Designkunst in Luxemburg.
Sind für den Luxemburger Auftritt bei der Vienna Design Week 2026 zuständig (v.l.n.r.): Anna Loporcaro, Eléonore Mialonier und Nadine Clemens Foto: Kultur | lx – Arts Council Luxembourg, Elodie Grethen
Tageblatt: Frau Loporcaro, Sie haben 2010 die Biennale Design City Luxembourg vom Mudam ins Leben gerufen, die 2018 aus Ressourcengründen eingestellt wurde. Kurz darauf verließen Sie das Museum und setzten Ihre Karriere in Brüssel fort. Was bedeutet es für Sie, heute die Luxemburger Ausstellung bei der 20. Vienna Design Week zu kuratieren?
Anna Loporcaro: Das Projekt ermöglicht vor allem einen Rückblick. Die Design City wurde damals vom Mudam getragen. In der Partnerschaft mit der Stadt Luxemburg ging es darum, das Museum über seine eigenen Mauern hinaus wirken zu lassen und zu zeigen, welche Rolle Design im öffentlichen Raum spielen kann. Das Festival war jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Hinter den Kulissen leisteten wir viel Aufbauarbeit, etwa gemeinsam mit Tania Brugnoni, der heutigen Leiterin des Nationalmuseums, mit dem Designer Jan Glas sowie Olivier Zephir und Diego De Biasio vom Technoport. Dass ich heute die Luxemburger Ausstellung der Vienna Design Week kuratiere, reiht sich in diese Entwicklungen ein. Ich empfinde meine Arbeit als Kontinuum.