In Luxemburgs Kinos
Von Doppelgängerinnen und Verschachtelungen: „Verity“ hinterfragt die Wahrheit von Geschichten
Michael Showalters „Verity“ macht ein Manuskript zum Ausgangspunkt eines Spiels mit Wahrheit, Begehren und Projektion. Die Colleen-Hoover-Adaption verspricht einen Thriller über die Macht des Erzählens, baut aber vor allem auf Mystery und Enthüllungen.
Dakota Johnson im Film „Verity“ Quelle: imdb.com
Michael Showalters „Verity“ beginnt nicht mit der ersten Szene, sondern schon mit dem Titel, der seiner Hauptfigur einen vielsagenden Namen verpasst: Verity bedeutet Wahrheit. Dabei ist Verity Crawford (Anne Hathaway) ausgerechnet eine Frau, die sich dem Publikum kaum erschließt. Die Konstruktion dieser Colleen-Hoover-Adaption verspricht mehr als die Darstellung toxischer Beziehungen, weiblicher Viktimisierung, von Sex und Enthüllungen. Denn „Verity“ handelt im Grunde davon, wer eine Geschichte erzählt und wer ihr Glauben schenkt.