Theater

„Von Boomer für Boomer“: Lina Mack im Gespräch über Guy Rewenigs Bärenklau

Sensitivity Reader sind die neuen Zensoren, die Antagonisten der künstlerischen Freiheit. So umreißt Guy Rewenig in seinem Stück „Bärenklau“ zumindest die Hauptfigur, die sich über das Stück hinweg in inquisitorische Rage hineinsteigert. Wir haben die Hauptfigur gefragt, was sie von der Darstellung hält. Ein (fiktives) Gespräch.

Lina Mack (gespielt von Barbara Ullmann)

Lina Mack (gespielt von Barbara Ullmann) Foto: Bohumil Kostohryz

Um kurz nach sechs verließ ich am Sonntag das Théâtre national de Luxembourg, setzte mich in ein Café in der Nachbarschaft und bestellte ein Bier. Ich musste mir den Monolog, den ich gerade gesehen hatte, nochmal durch den Kopf gehen lassen, immerhin soll die Rezension zu Rewenigs „Bärenklau“ bis Montagabend stehen. Während ich mit einem Stift erste Überlegungen auf einen Bierdeckel kritzele, setzt sich plötzlich ungefragt eine Frau an meinen Tisch – grüne Strickjacke, Lehrerbrille, strenger Blick.

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