Gastronomie

Viele Bestellungen zu den Festtagen können die Defizite nicht kompensieren

Ein sehr ungewöhnliches Jahr geht zu Ende. Gefeiert wird anders als gewohnt, mit Vorschriften der Regierung, zu Hause im engen Kreis und mit einer Ausgangssperre ab 21 Uhr. Hochbetrieb herrscht indessen in der „Traiteur“- und Take-away-Branche. Luxemburgs bekanntester Caterer, „de Schnékert“, bereitet rund 3.500 Bestellungen vor. Allerdings täuscht der temporäre Boom nicht über ein defizitäres Jahr 2020 hinweg. 

Rick Hotschnig vom „Schnékert“ blieb in diesem Jahr auf einigen Kuchen sitzen. An den Feiertagen zog das Geschäft aber wieder an.

Rick Hotschnig vom „Schnékert“ blieb in diesem Jahr auf einigen Kuchen sitzen. An den Feiertagen zog das Geschäft aber wieder an. Foto: André Feller

 „Unsere Mitarbeiter haben alle Hände voll zu tun. An einem normalen Silvestertag hätten wir eigentlich ein Buffet im Angebot. Aufgrund der Auflagen bieten wir dieses Jahr ein zusammenstellbares Menü an. 3.500 Bestellungen bedeutet 3.500 individuelle Wünsche, also ein Höchstmaß an Organisation“, berichtet Rick Hotschnig, der Manager des Traditionsunternehmens, im Tageblatt-Gespräch. „Die Umsätze an den Feiertagen sind positiv, wir verzeichnen sogar ein Plus von etwa zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Viele Einwohner verreisen dieses Jahr nicht und feiern zu Hause. Dennoch geht das Jahr mit einem bitteren Nachgeschmack zu Ende. Insgesamt verzeichnen wir aufgrund der von der Regierung verhängten Restaurant-Schließungen und des Verbots von Events Umsatzverluste von rund 60 Prozent.“

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