Literatur

Verwirrspiel des Untergangs: Curzio Malapartes Roman „Die Haut“ in der deutschen Neuübersetzung

Das Buch handelt von der Befreiung Italiens durch die Alliierten im Zweiten Weltkrieg und lässt die Leserschaft in einen tiefen menschlichen Abgrund blicken. Doch kann man „Die Haut“ wirklich empfehlen? Manche würden Curzio Malapartes Antikriegsroman als homophob und zynisch beschreiben. Dabei ist er aktueller denn je und ein Vorläufer der heute weit verbreiteten autofiktionalen Literatur.

Curzio Malaparte (1898-1957) – das Foto entstand 1948

Curzio Malaparte (1898-1957) – das Foto entstand 1948 Foto: ullstein bild - Roger-Viollet / Boris Lipnitzki

Curzio Malaparte gehört wohl zu den interessantesten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Schon seine Biografie hat es in sich. Der Autor führte ein abwechslungsreiches Leben. Geboren 1898 unter dem Namen Kurt Erich Suckert in der toskanischen Stadt Prato als Sohn eines sächsischen Ingenieurs und Unternehmers sowie einer Mailänderin, verließ er mit 16 das Elternhaus, um Soldat zu werden und schloss sich noch vor dem Eintritt Italiens in den Ersten Weltkrieg einer Sondereinheit der französischen Fremdenlegion an, der Garibaldi Legion, und kämpfte dann in der italienischen Armee gegen die Deutschen. Nach dem Krieg wurde er Diplomat in Warschau.

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