Buch zu Kindheit in Auschwitz

Vergiss Deinen Namen nicht, Ludmila!

Lidia Maksymowicz überlebte als Kind die Gefangenschaft im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Jetzt ist ein Buch zu ihrem Lebensweg und der Suche nach ihrer Mutter erschienen. 

17 Jahre nach der Befreiung (v.r.n.l.): Lidias leibliche Mutter Anna Botscharowa, eine ihrer kleinen Schwestern, Lidia, die Pflegemutter Bronslawa Rydzikowska und Lidias Vater Alexej Botscharow

17 Jahre nach der Befreiung (v.r.n.l.): Lidias leibliche Mutter Anna Botscharowa, eine ihrer kleinen Schwestern, Lidia, die Pflegemutter Bronslawa Rydzikowska und Lidias Vater Alexej Botscharow Quelle: privat

Dezember 1986. Es ist das erste Mal, dass ich Lidia Maksymowicz in ihrem Haus in Czaniec treffe. Erst wenige Tage zuvor hatte sie der Bitte stattgegeben, sie über ihr Leben befragen zu dürfen. Als ich eintreffe, herrscht große Aufregung im Haus: Tags zuvor hatte Lidias Sohn geheiratet – und die Anspannung der Hochzeit nicht gut verkraftet. Ein Notarzt musste kommen, der Sohn wurde zur Beobachtung in eine Klinik gebracht. Kein glücklicher Start für eine Ehe. „Das geht vielen Kindern von uns so“, erklärt Lidia fast lakonisch, „sie haben unsere Probleme mitbekommen …“ Uns? „Ja, von uns Kindern in Auschwitz“, und Lidia beginnt zu erzählen.

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