Luxemburger Tochter in Peru
Vater fühlt sich von Behörden im Stich gelassen
„Manchmal, wenn die Justiz ihrer Aufgabe nicht nachgeht, dann werden Opfer erneut zu Opfern“: Mit diesen Worten wandte sich Jérôme Grethen vor wenigen Tagen an die Redaktion des Tageblatt. Tatsächlich fühlt sich der Luxemburger von den Behörden seines Heimatlandes im Stich gelassen. Die Leidtragende dabei: seine Tochter Zoé.
Jérôme Grethen hat seine Tochter Zoé seit fast einem Jahr nicht mehr gesehen Foto: Privat
Jérôme Grethen fühlt sich machtlos dieser Tage, gefangen zwischen den Extremen zweier Justizapparate, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Auf der einen Seite stehen die peruanischen Behörden, die es mit den Gesetzen nicht ganz so genau nehmen. Auf der anderen Seite das Luxemburger Justizsystem, das sich strikt an die Vorgaben internationaler Abkommen hält. Dazwischen befindet sich ein dreijähriges Kind, das zwar drei Staatsbürgerschaften besitzt, aber im juristischen Niemandsland zu schweben scheint.