Neu im Mudam
Über die Retrospektive zu Eleanor Antin, einer Schlüsselfigur der feministischen Kunst
Eleanor Antin ist eine Schlüsselfigur der konzeptuellen und feministischen Kunst. Ihr Werk umfasst Filme, Fotografien, Zeichnungen, Installationen, Performances und Literatur und gilt wegen seiner Vielschichtigkeit und der politischen sowie sozialen Fragestellungen als bahnbrechend. Ihre Arbeiten spiegeln nicht nur die Dynamik von Identität und Geschlecht, sondern auch tiefgreifende Auseinandersetzungen mit kulturellen Normen, Geschichtsverläufen und der Konstruktion von Macht. Das Mudam präsentiert ihr Werk nun in der ersten großen europäischen Retrospektive.
Das Mudam widmet ihrem Schaffen eine Retrospektive: die Künstlerin Eleanor Antin Foto: Courtesy Of the Artist
Auf mehr als 60 Jahre künstlerischen Schaffens kann die 1935 in New York geborene US-amerikanische Künstlerin Eleanor Antin zurückblicken. Begonnen hat sie in den 1960er Jahren, nach Ambitionen als Schriftstellerin, Schauspielerin und Tänzerin. In einem Interview mit The Paris Review verkündet sie 2017 begeistert ihre künstlerische Neuorientierung mit dem Aufkommen der Konzeptkunst. Die Idee hinter einem Kunstwerk bekommt nun einen eigenständigen künstlerischen Wert. Sie kann sogar wichtiger sein als ihre physische Ausführung; der kreative Prozess selbst wird zum Werk.