Vorbereitungen auf Allerheiligen

Trotz Corona: „Business as usual“ auf dem Friedhof

Das Allerheiligen und Allerseelen der etwas anderen Art steht vor der Tür. Zwar werden die Gräber am Sonntag und Montag von den kirchlichen Würdenträgern gesegnet, wegen der Pandemie allerdings ohne Publikum. Und so fallen ebenfalls die damit verbundenen Familienzusammenkünfte größtenteils aus, was natürlich auch an den verschärften Corona-Regeln liegt. Trotzdem verzichten die Luxemburger nicht auf das traditionelle Totengedenken am 1. und 2. November, wie der Ortsbesuch des Tageblatt auf dem Escher Sankt-Josef-Friedhof deutlich machte.      

„D’Oarbecht muss gemeet ginn, Corona hin oder hier“: Hubert Flener (M.) und seine Leute sind für den Unterhalt des Friedhofs zuständig   

„D’Oarbecht muss gemeet ginn, Corona hin oder hier“: Hubert Flener (M.) und seine Leute sind für den Unterhalt des Friedhofs zuständig    Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Freitagmorgen, 9.30 Uhr am seitlichen Eingang zum „Jousefs-Kierfecht“: Überall herrscht emsiges Treiben. Claude Werer, der „Herr“ der Gemeinde-Bäume, ist hier und bearbeitet einen Baumstumpf zwischen zwei Gräbern. Aus Sicherheitsgründen hatte er den kranken Baum vor kurzem fällen müssen. Zwei Gemeindearbeiter kommen, um die Desinfektionsmittelspender anzubringen. Die lässt die Stadt als Corona-Hygienemaßnahme an den Friedhöfen aufstellen. Sie fragen Hubert Flener, an welchen Eingängen genau sie postiert werden müssen. Flener ist 63 Jahre alt und der Vorarbeiter auf dem Friedhof. Zuvor war er Totengräber. Viele, die hier liegen, hat er demnach selbst unter die Erde gebracht. Er kennt den altehrwürdigen Friedhof nahe des Escher Zentrums wie kein anderer.   

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