40 Jahre Unesco Welterbe
Trier war Weltstadt: Wie die Römercity ihr Welterbe feiert
Mehr als nur eine Römerstadt: Trier war Kaiserresidenz und Sitz des weströmischen Reiches. Welches Jubiläum die älteste Stadt Deutschlands jetzt begeht.
Das Wahrzeichen der Stadt, die Porta Nigra Foto: dpa/Fredrik von Erichsen
Es ist zwar lange her – aber einst war Trier eine Weltstadt. Römische Kaiser residierten hier und ließen Prunkvolles bauen. Es gab reichlich römisches Leben beim Baden in Thermen und Gladiatorenkämpfen im Amphitheater. Bis zu 80.000 Menschen lebten in der größten Stadt nördlich der Alpen, die Ende des dritten Jahrhunderts sogar zur Hauptstadt des Weströmischen Reiches wurde.
„Von hier aus wurde auch Weltpolitik gemacht“, sagt der Historiker und Archäologe Karl-Uwe Mahler, der als wissenschaftlicher Referent der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) Rheinland-Pfalz für Triers Römerbauten zuständig ist. Das römische Erbe in Trier sei bundesweit einmalig, da „Treveris“ eine kaiserliche Residenzstadt gewesen sei. „Das sieht man an den Bauwerken.“ Trier gilt als die älteste Stadt Deutschlands.