Kunstecke
Tiger im Mudam: Ein Streifzug durch „Time & the Tiger“ von Ho Tzu Nyen
Wechselausstellungen dauern meist vier bis sechs Monate im Mudam. Während die Ausstellung von Cosima von Bonin jetzt abgebaut wird, bereiten die Kuratoren die von Lubaina Himid & Magda Stawarska unter dem vielversprechenden Titel „Nets for Night and Day“ (ab 7. März) vor. Im Untergeschoss des Pei-Gebäudes ist die Expo „Time & the Tiger“, genau wie die Blumen der besonderen Art von Lisa Oppenheim, noch bis Ende August zu sehen. Es lohnt sich, denn die Besucher sind eingeladen, sich persönlich einzubringen.
„Time & the Tiger“: Ausstellungsansicht im Mudam Foto: Mareike Tocha
Künstler gehen gerne auf die Zuschauer zu, laden diese ein, sich in irgendeiner Form in das künstlerische Geschehen einzubinden. Im Rahmen der Expo „Ho Tzu Nyen: Time & the Tiger“ (Kurator ist Christophe Gallois) können sie das auf originelle Manier mit einem „Brief an sich selber“ tun. „Drop in! Six Months From Now“ nennt sich die Einladung, sich selber einen Brief auf einen vorgedruckten Zettel zu schreiben. Inhalt der Message: Mach dir Gedanken über deine Zukunft, was würdest du gerne der Person sagen, die du morgen, in sechs Monaten oder in einigen Jahren sein wirst. Da sich Ho Tzu Nyen mit dem Begriff „Zeit“ auseinandersetzt, passt die Aufforderung sicherlich. Der Brief, den man so an sich selber adressiert, findet man später in der gewünschten Zeit im Briefkasten zu Hause. Man darf gespannt sein, ob die Aktion Erfolg hat.