Coronavirus

Tierärzte behandeln nur noch Notfälle – und Impfungen gehören nicht dazu

Auch in Corona-Zeiten müssen Tiere medizinisch versorgt werden. Wir haben mit einem Tierarzt aus dem Westen des Landes über dessen Arbeit gesprochen. Er wollte anonym bleiben.

Veterinäre haben im Rahmen der Corona-Krise strenge Hygiene- und Sicherheitsregeln eingeführt

Veterinäre haben im Rahmen der Corona-Krise strenge Hygiene- und Sicherheitsregeln eingeführt Foto: René Hoffmann

Bei meiner Ankunft in der Tierpraxis sitzt vor der Tür ein Mann mit seinem Hund auf der Mauer. Der Wartesaal ist leer. Man hört einen Hund bellen. Ich werde vom Tierarzt (Name der Redaktion bekannt) in ein Behandlungszimmer geführt. Beim Interview sitzen wir in gebührendem Abstand voneinander entfernt. Wir tragen beide eine Gesichtsmaske. „Das ist jetzt notwendig“, erklärt der Veterinär. Seine Praxis wurde 1985 eröffnet. „Fünf Personen arbeiten hier“, sagt er. Behandelt werden nur Haustiere. Die meisten Patienten, etwa 90 Prozent, sind Hunde und Katzen. Beim Rest handelt es sich um sogenannte Heimtiere wie Kaninchen, Meerschweinchen, Schildkröten usw. „Vögel werden bei uns selten behandelt. Wir überweisen sie an einen Vogelspezialisten“, so der Tierdoktor.

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