Schulserie
Tagebuch eines Taugenichts
Mai 2020: Reproduktive Art, wie im Luxemburger Schulwesen unterrichtet wird, rächt sich nun teilweise; vornehmlich in der Sekundarunterstufe; Schülerprobleme beim selbstständigen Erarbeiten von Lerninhalten; Schweizer Modell, das an manchen Gymnasien gelebt wird, wegweisend: jeweils eine Hälfte im Jahr Frontalunterricht mit hohem Anspruch, die andere Jahreshälfte erarbeiten sich Schüler nahezu alles; bei uns hingegen schon im Referendariat Drill auf das unsägliche Bemutterungskonzept „fragend-entwickelnder Unterricht“. Man muss Hebamme spielen, um qua Fragen alles aus den Schülern herauszupressen, wenn nötig mit Geburtszange; Schüler wollen aber nicht immer und zu allem befragt werden; Problem: Schlecht gemachter Frontalunterricht birgt viele Risiken; daneben: Frontalunterricht extrem ermüdend wegen stundenlangen Sprechens seitens des Lehrers, Büroangestellte können da nicht mitreden, genauso wenig wie Lehrer über andere Dinge mitreden können; Gedanke an sinnvolles TV-Format „Vis ma vie“, das in Frankreich ausgestrahlt wurde (oder wird? Schaue nur noch selten fern); würde gerne bei der Polizei eine Woche als Komparse mitwirken; extrem vielseitiger Beruf, wie Lehrer stets an der Front, aber phasenweise in Gefahr für physische und psychische Unversehrtheit.