Im Kino
„Sunny Dancer“: Jugend, Krebs und Lebensfreude im Chemo-Camp
„Sunny Dancer“ will kein Film über Krankheit sein, sondern über Jugendliche, die zufällig krank sind. George Jaques findet darin eine Lebensfreude, die sich dem üblichen Mitleidskino widersetzt.
Daniel Quinn Toye (r.) und Bella Ramsey (l.): Die Jugendlichen werden in dem Film nicht auf ihre Krankheit reduziert, sondern sind Teenager, die eben auch krank sind Quelle: imdb.com/Copyright: True
Krebsfilme wissen häufig schon vor ihren Figuren, wann das Publikum weinen soll. „Sunny Dancer“ interessiert sich dagegen zunächst für Alkohol, schlechte Witze, Verliebtheit und die Frage, wie man einen Sommer verbringt, wenn alle anderen in einem vor allem eine Krankheit sehen.
Ivy (Bella Ramsey) ist 17 Jahre alt und seit zehn Monaten nach einer Leukämieerkrankung in Remission. Von der Vorstellung, deshalb zur inspirierenden Überlebensgeschichte für ihre Umgebung zu werden, hält sie wenig. Als ihre Eltern Bob (James Norton) und Karen (Jessica Gunning) sie in ein schottisches Sommercamp für Jugendliche schicken, die von Krebs betroffen sind, reagiert sie entsprechend begeistert.