Mehr Platz, mehr Gäste, mehr Not
„Stëmm vun der Strooss“ verzeichnet nach Neueröffnung in Esch großen Andrang
Vor einigen Wochen ist das Escher Sozialrestaurant der „Stëmm vun der Strooss“ in seine neuen Räumlichkeiten eingezogen. Der Umzug bringt viele Vorteile mit sich – doch auch die Armut wird dadurch sichtbarer.
Immer mehr Menschen nutzen das Angebot der „Stëmm vun der Strooss“ in Esch Foto: Editpress/Alex Witte
„Wir merken, dass sich das Publikum verändert hat. Seit Januar sehen wir hier viele neue Gesichter“, sagt Lisa. Die junge Frau, die ihren Nachnamen lieber nicht in der Zeitung lesen möchte, ist Mitarbeiterin im Sozialrestaurant der „Stëmm vun der Strooss“ in Esch. Hier hat sich in letzter Zeit einiges geändert. Denn die „Stëmm“ ist im September von der Hausnummer 112 in die 118 innerhalb der Kanalstraße umgezogen. In der Praxis heißt das: Küche vor Ort, deutlich mehr Platz und deutlich mehr Leute. Während im alten Gebäude die Obergrenze bei 50 Personen lag, liegt sie auf der neuen Adresse bei 90. Trotzdem stehen die Leute zur Mittagszeit vor dem Gebäude Schlange.