Vereitelter Anschlag auf Exil-Iraner
Sprengstoffübergabe im Alima: Luxemburger Polizei hilft bei Antiterror-Mission
In der Affäre um einen vereitelten Anschlag auf Exil-Iraner vor zwei Jahren in Frankreich wurde lange über mögliche Verbindungen zu Luxemburg spekuliert. Eine zeitnahe Mitteilung der Staatsanwaltschaft bestätigte die Zusammenarbeit mit Belgien, weitere Details aber gab es nicht. Inzwischen steht der Anführer in Belgien vor Gericht. Somit sickern auch was die Verbindung zum Großherzogtum angeht immer mehr Details ans Licht.
Bei mehreren tausend Besuchern wäre ein Anschlag auf die Konferenz des oppositionellen Widerstandsrates des Iran verheerend gewesen. Doch konnte die Attacke vereitelt werden, u.a. mithilfe der Luxemburger Behörden. Foto: dpa
Daniel war sein Deckname. Doch vielen Kollegen in der iranischen Botschaft in Wien war er nur unter seinem bürgerlichen Namen Assadollah Assadi geläufig. Dass der dritte Botschaftssekretär eigentlich für den iranischen Geheimdienst arbeitete und vom Sicherheitsministerium seine Befehle erhielt, war sogar seinen engsten Mitarbeitern in Österreich lange entgangen. Demaskiert wurde der Diplomat erst nach seiner Verhaftung im Zusammenhang mit einem vereitelten Anschlag vor zwei Jahren im französischen Villepinte. Das, nachdem er in Luxemburg bei der Übergabe von Sprengstoff beobachtet werden konnte.