Klangwelten
Sorgenlos in den (psychedelischen) Sommer: „Acedia“ von One Sentence. Supervisor
Kommende Woche beginnt das „Congés annulés“-Festival – und damit werden viele Konzertgänger ihr erstes richtiges Konzert seit dem Lockdown erleben. Neben zahlreichen Luxemburger Acts werden auch fünf Bands aus dem Ausland auftreten. Eine der besten davon ist One Sentence. Supervisor, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Ihre Platte „Acedia“ ist ein kleines Meisterwerk von psychedelischem, tanzbarem Krautrock.
One Sentence. Supervisor
Nach einem krachigen White-Noise-Intro beginnt „Acedia“, das dritte Album der Schweizer Band One Sentence. Supervisor, mit dem titelgebenden Track, der psychedelischen Pop der Marke The Jesus and Mary Chain mit stampfendem Post-Punk und orientalischen Klängen verbindet. Die gute Nachricht: Der bereits starke Opener ist einer der schlechtesten, da voraussehbarsten Songs der Platte. Das darauffolgende Diptychon „Double You Pt. 1“ und „Double You Pt. 2“ lässt an die frühen Großtaten von Clinic erinnern – die Tracks sind treibend, über die psychedelischen Gitarren und tanzbare Rhythmus-Sektion legt sich der betörende Gesang von Sänger-Gitarrist Donat Kaufmann, gegen Ende löst sich der Track im Krach auf, bevor das dringliche, kontrolliert-hektische „… And the Rat Feels Nirvana“ mit Riffs, die an die frühe Bloc Party erinnern, übernimmt.