Literatur
Sophie Hungers poetischer Debütroman „Walzer für Niemand„Ewig plus unendlich“
Die Schweizer Singer-Songwriterin Sophie Hunger hat ihr Sprachgefühl bisher vor allem in ihren Liedern zum Ausdruck gebracht. In ihrem ersten Roman stellt sie dies auch literarisch unter Beweis. Das Buch über eine symbiotische Freundschaft und Liebe zeigt deutlich den Einfluss ihres musikalischen Werks.
Von der Singer-Songwriterin zur Romanautorin: Sophie Hunger 2019 beim „Haldern Pop Festival“ Foto: Alexander Kellner
Bei nicht wenigen Musikerinnen und Musikern, die sich als Buchautoren versucht haben, liegt die abgedroschene Empfehlung nah: „Schuster, bleib bei deinem Leisten!“ Es gibt wenige Ausnahmen, eine davon ist sicherlich Patti Smith. Die Amerikanerin galt allerdings schon immer als Lyrikerin und Rockpoetin und hatte Anfang der 70er-Jahre die ersten Gedichtbände verfasst, bevor sie 1975 ihr erstes, legendäres Album „Horses“ veröffentlichte. Ihr literarisches Können zeigte sie nicht zuletzt auch in Büchern wie „Just Kids“, „M Train“ und „Year of the Monkey“. Allesamt sind sie gelungene „Road memoirs“ voller Erinnerungen und Rückblenden, über das Ende von Gewissheiten und den Verlust von geliebten Wegbegleitern sowie das Verweben von Realität und Imagination.