Luxemburg
Senioren und das Coronavirus: Wenn ältere Menschen allein zu Hause bleiben müssen
Wie fühlt es sich an, plötzlich von „Menschen in den besten Jahren“ zu „Menschen einer Risikogruppe“ zu werden? Was macht die Stigmatisierung mit einem? Diese Fragen stellten Forscher der Universität Luxemburg Betroffenen im Großherzogtum. Im ersten Teil unserer Reportage über die Studie geht es um Schubladendenken und wissenschaftliche Feldforschung in Krisenzeiten.
Die Corona-Pandemie machte aus betagten Senioren und Menschen in den besten Jahren eine Gesellschaftsgruppe, die plötzlich als Risikogruppe der Bevölkerung galt. Wissenschaftler der Universität Luxemburg untersuchen in einer großangelegten Studie, wie die Senioren mit der Situation umgehen und welche Lehren Behörden, Pflegeeinrichtungen und die Gesellschaft für die Zukunft im Umgang mit älteren Menschen ziehen können. Symbolfoto: dpa/Jonas Güttler
„Das Projekt ist am 1. Juni angelaufen“, sagt Dr. Isabelle Albert im Tageblatt-Gespräch. Gemeinsam mit Dr. Josepha Nell, die auch am Institut für Lebensspannenentwicklung, Familie und Kultur der Universität Luxemburg tätig ist, führt sie die „Crisis“-Studie durch. Das Forschungsprojekt wird vom Luxembourg National Research Fund (FNR) finanziert und gliedert sich ins Programm zur Erforschung der Auswirkungen der Corona-Pandemie in Luxemburg ein. Die Studie soll Ende 2020 abgeschlossen sein und nützliche Lehren für die Zukunft in Bezug auf den Umgang mit älteren Menschen im Rahmen der Pandemie liefern.