Springprozession in Echternach
Seitensprünge mit dem Segen der Kirche
Man muss nicht unbedingt religiös sein, um an der Springprozession teilzunehmen. Tausende werden heute wieder in Echternach mit dabei sein. Als Pilger, Schaulustige oder Springer. Die Tradition geht auf Willibrord zurück, der im 7. Jahrhundert als Missionar nach Echternach kam und dort begraben liegt.
Gelebte Tradition: Alle springen zusammen, eine eingängige Melodie gibt den Rhythmus vor, seit gut 1.000 Jahren bereits Foto: Editpress/Julien Garroy
Die ersten Besucher werden bereits in aller Frühe in Echternach eingetroffen sein. Für die Messe um acht Uhr in der Basilika, einen Besuch im Abteimuseum mit dem Codex Aureus oder, sehr profan, um einen der raren Parkplätze im Zentrum zu ergattern. Später muss man per Busnavette in die Innenstadt. Jene, die an der Springprozession teilnehmen, zieht es ab halb neun in den Ehrenhof der Abtei. Dort werden die Gruppen eingeteilt und aufgestellt. Alles ist bestens organisiert. Es gibt sogar einen richtigen Aufstellungsplan mit Nummern.