Inklusion
Sehen für zwei: Wie Blindenhunde in Luxemburg arbeiten
Wenn Lou mit seinem Herrchen vor die Tür geht, ist der Labrador im Dienst. Solange der Hund sein Führgeschirr trägt, ist er voll bei der Sache. Da ist kein Schnüffeln, kein „Markieren“, keine Ablenkung durch andere Vierbeiner. Lou ist ein vierjähriger Blindenführhund und seit zwei Jahren im Einsatz. Für Roland Welter, Präsident vom Verein „Chiens guides d’aveugles au Luxembourg“ bedeutet die Anwesenheit von Lou Freiheit, Unabhängigkeit, Sicherheit und natürlich eine höhere Lebensqualität.
Für die Ausbildung zum Blindenführhund sind viele Rassen geeignet. Besonders beliebt sind Retriever, Riesenschnauzer oder der Deutsche Schäferhund. Foto: Chiens guides d’aveugles
Zielsicher führen Blindenhunde ihre Besitzer vorbei an Hindernissen wie Mülltonnen, Garagenausfahrten oder Regenpfützen. Beim Treppehinauf- bzw. -hinabsteigen setzt sich der Führhund hin oder stellt die Vorderpfoten auf die Stufe. Somit weiß der Halter Bescheid. Er begleitet sein Herrchen zur Arbeit, fährt mit ihm Zug oder bringt ihn zum Bäcker, aber auch zu seinem Lieblingscafé oder zum Briefkasten.