Jugendhausdag im BLL
Schule als sozialer Knotenpunkt – Wie das Bouneweger Lycée Akteure aus Bildung und Jugendarbeit vernetzt
Mit einem eigenen Jugendtreff, neuen Bewegungsflächen und einem engen Netzwerk im Viertel will das Bouneweger Lycée Luxembourg junge Menschen auch jenseits des Unterrichts erreichen. Der „Jugendhausdag“ zeigt, wie aus Freizeitangeboten Vertrauen, Teilhabe und Prävention entstehen können.
Doris do Rosario und Steve Costa vom Jugendhaus Hesperingen setzen auf Angebote, die sich am Bedarf der Jugendlichen orientieren und von ihnen mitgestaltet werden Foto: Carole Theisen
Die Billardkugeln rollen, am Kicker wird diskutiert, auf der Playstation läuft FIFA. Daneben stehen Sofas und Tische, bald soll eine Spiegelwand Platz für Tanz und Yoga schaffen. Der neue Jugendtreff im Bouneweger Lycée Luxembourg (BLL) sieht nicht aus wie ein Klassensaal – und soll es auch ausdrücklich nicht. Es ist ein Raum, den die Jugendlichen nutzen und mitbestimmen dürfen.
Was das BLL am 21. September beim „Jugendhaus Dag 2026“ präsentiert, ist Teil einer umfassenderen Vision: Schule soll nicht nur Lernort, sondern auch Lebensraum sein. Neben Unterricht und Abschlüssen rücken deshalb Bewegung, soziale Beziehungen, Eigeninitiative und Zugehörigkeit in den Mittelpunkt. Insgesamt 129.000 Euro investierte das BLL in den neuen Jugendtreff und die Neugestaltung des Schulhofs – darunter ein Fitnessparcours, Kletterelemente, eine große Holzsitzfläche sowie Graffiti an Containern und Umzäunung, die gemeinsam mit „Kamellebuttek/Urbano Limits“ entstanden.