Lëtzebuerger Denkmalschutz-Federatioun

„Schönheit ist kein Kriterium“: Neuer Dachverband will einheitliche Regeln

Die vor kurzem gegründete „Lëtzebuerger Denkmalschutz-Federatioun” (LDF) tritt für einen einheitlichen Denkmalschutz im Land ein, der einer einzigen Autorität, dem Kulturministerium, unterstellt ist. Dass jede Gemeinde über ihren Flächennutzungsplan allein entscheiden darüber könne, was kommunal schützenswert sei, führe zudem nur zu Chaos, sagt der Präsident der LDF, Paul Ewen. Zudem sprächen wirtschaftliche Interessen für mehr Denkmalschutz, denn alte Bausubstanz ziehe auch Touristen an.

Die Vereinigung "Quo vadis Kaerch" ist dabei, ein Inventar aller schützenswerter Bauwerke und Objekte in der Gemeinde aufzustellen.

Die Vereinigung "Quo vadis Kaerch" ist dabei, ein Inventar aller schützenswerter Bauwerke und Objekte in der Gemeinde aufzustellen. © Editpress/Didier Sylvestre

Denkmalschutz ist eines der Themen, das regelmäßig Bürger auf die Barrikaden treibt. Zu oft werde erhaltenswertes Kulturgut Opfer des Baggers und den Interessen des Immobilienmarktes, lautet der oft gehörte Vorwurf von Denkmalschützern. Regelmäßig entbrennt ein Streit nach dem Motto „Ist das Kunst oder kann das weg?“. Das aktuellste Beispiel ist die Debatte um das Rathaus in Sandweiler: Der Schöffenrat sagt, es kann weg, weil es nicht mehr funktionell mehr sei. Die Opposition hingegen will es erhalten, weil es ihrer Meinung nach ein Stück Zeitgeschichte sei.

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