Abschluss der Weinlese
Schengen feiert die „Hunnefeier“: Schwache Weinernte trübt die Stimmung
Düstere Wolkengebilde begleiten uns am Sonntagmorgen entlang der Luxemburger Mosel zu unserem Ort der Begehrde: Schengen, gelegen am Dreiländereck und geschichtsträchtig für die europäische Geschichte. Es wird doch jetzt nicht? Schon in Remich gestattet der Wettergott der Sonne einen ersten Blinzler auf die herbstlich bunt gefärbten Rebenhänge und die ersten grauen Wolken verziehen sich.
Ein Blumengruß aus Schengen für die luxemburgischen Weinhoheiten Foto: Herbert Becker
Tradition verpflichtet, heißt ein geflügeltes Wort, und das hat sich das „Syndicat d’initiative Schengen“ unter der Federführung seines neuen Präsidenten David Holbrechts auch auf die Fahne geschrieben. Begleitet von der „Schenger Musek“, den Luxemburger Weinhoheiten Lynn (Grevenmacher) und Lilli (Wormeldingen) mit ihren Prinzessinnen sowie zahlreichen Ehrengästen eröffnete David Holbrechts den Festtag auf der place des Etoiles. „Wir haben uns seitens des Komitees etwas verjüngt“, erklärte Holbrechts in seiner Grußadresse. „Das bedeutet natürlich nicht, dass wir jetzt alles Traditionelle, dieses Fest betreffend, über Bord werfen, sind aber in Zukunft bestrebt, ein paar frische, moderne Aspekte herbeizuführen.“