Sozialsystem am Limit

Sarah B. aus Esch braucht Hilfe

Ihr Gesichtsausdruck schwankt zwischen Wut, Enttäuschung und Resignation. Sarah B. weiß nicht mehr weiter. Das Appartement, in dem sie bis Sommer 2019 in Esch gelebt hat, musste sie verlassen. Bei einem Bekannten hat sie Unterschlupf gefunden. Daraufhin hat man ihr das Revis (Einkommen zur sozialen Eingliederung) gestrichen. Sarah B. ist Anfang 50, sie ist krank und sie hofft auf eine Sozialwohnung der Gemeinde.

Das Gefühl, in einer Ecke zu sitzen, ohne Ausweg, ohne Hoffnung, hat auch Sarah B. aus Esch. Eins ist klar: Ohne Hilfe kommt sie aus der Situation nur schwer raus.

Das Gefühl, in einer Ecke zu sitzen, ohne Ausweg, ohne Hoffnung, hat auch Sarah B. aus Esch. Eins ist klar: Ohne Hilfe kommt sie aus der Situation nur schwer raus. Foto: Editpress-Archiv

Sarah B. ist wütend, enttäuscht und verzweifelt. Sie versteckt ihre Gefühle nicht. Eigentlich stellt sie keine großen Ansprüche. Ein normales Leben möchte sie führen, erzählt sie in unserem Gespräch. So wie damals in ihrer Heimat – vor der Krise. Seit fast zehn Jahren lebt Sarah nun in Esch. Das Klima behagt ihr bis heute nicht. Damals, als sie Spanien verlässt, ist ihr das Klima ziemlich egal. Sie sucht einfach nur ein neues Leben für sich und ihren damals 16-jährigen Sohn.

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